Das ehemalige Barockmuseum am MirabellgartenKlicken um Bild zu vergrößern
Das ehemalige Barockmuseum am Mirabellgarten
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Allegorie

  

Die Sammlung Kurt Rossachers umfaßt 139 Ölbilder, 42 Holz- oder Tonmodelle und eine qualitativ hochrangige Graphiksammlung mit ca. 150 Blättern.

Rossachers Sammelleidenschaft kannte keine Grenzen, d. h. er beschränkte sich nicht auf eine geographische Kunstlandschaft, sondern er sammelte europäische Kunst. Künstler aus Italien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und der ehem. österreichischen Monarchie sind vertreten. Hier seien nur ein paar Namen genannt: Franz Anton Maulbertsch, Paul Troger, Johann Martin Schmidt, gen. Kremserschmidt, Peter Paul Rubens, Gianbattista Tiepolo, Luca Giordano, Matthäus Günther oder die Bildhauer Gianlorenzo Bernini, Alessandro Algardi, Ignaz Günther oder Michael Zürn d. J.
Entwürfe bestechen durch ihre Spontaneität, durch ihren kühnen Farbauftrag und durch die energische Impulsivität der ersten Idee. Kleinteilige Vollendung war nicht das Ziel ihrer Maler. Entwürfe oder Bozzetti werden gerne als Originale der Originale bezeichnet, weil sie vom Meister persönlich – ohne Mitarbeit von Gesellen – angefertigt wurden. Oft waren sie auch ein Bewerbungsschreiben, d. h. aufgrund eines besonders gelungenen Entwurfes erhielt der Künstler einen bestimmten Auftrag.

Diese Entwürfe dienten für Gemälde, Altarbilder, Fresken, für Kupferstiche oder für Skulpturen und Denkmäler. Viele von ihnen konnten erst nach jahrelangen Forschungen einem Künstler sicher zugeschrieben werden; von vielen konnte eine Ausführung gefunden werden. Einige sind sogar die einzigen Beweise für die Ausführung – wenn diese z. B. durch Brand oder Abbruch zerstört wurde.

  
Kurt Rossacher (1918–1988)

Kurt Rossacher, geboren in Graz und Sohn aus einer traditionsreichen Kunsthändlerfamilie, studierte zunächst in Prag Germanistik und Kunstgeschichte. Nach Kriegsbeginn wechselte er nach Frankfurt, wo er bei einem Professor studierte, der ihn in die faszinierende Welt des künstlerischen Entwurfes einführte.

Rossacher wurde allen Salzburgern ein Begriff, als er das goldene Tafelgeschirr des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich im Palazzo Pitti in Florenz entdeckte. Er war auch Gründer bzw. Mitbegründer der Salzburger und der Wiener Antiquitätenmesse und Herausgeber der Zeitschrift "alte und moderne kunst".

  
Das Salzburger Barockmuseum

1970 schloss Prof. Rossacher mit Stadt und Land Salzburg einen Vertrag, mit dem er einen Großteil seiner Sammlung für ein zu gründendes Barockmuseum stiftete, einen Teil per Leibrente an die beiden Gebietskörperschaften veräußerte. Das Museum am Mirabellgarten wurde unter der Leitung Rossachers 1973 eröffnet. Im Gründungsvertrag verpflichteten sich Stadt und Land Salzburg das Barockmuseum zumindest bis zum Jahr 2000 als selbständige Institution zu führen. Ende 2011 beschlossen der Gemeinderat und die Landesregierung die Integration des Barockmuseums in das Salzburg Museum, die Schließung des Standortes am Mirabellgarten und die Ausstellung der Sammlung Rossacher im Rahmen des neuen Domquartiers nach dessen Fertigstellung voraussichtlich Ende 2013. Die Salzburger Barockberichte  erscheinen weiterhin, nun im Verlag des Salzburg Museum.

  

Kontakt betreffend Sammlung Rossacher:

Dr. Regina Kaltenbrunner
Salzburg Museum
Alpenstraße 75, 5020 Salzburg
Tel.Nr. +43(0)662 620808-155
e-Mail: regina.kaltenbrunner@salzburgmuseum.at

 

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