Der Gaisberg während und ...
... nach Abschluss der Restaurierung

Die Restaurierung des Panoramas

 

Differenziertes Schadensbild

Auf Grund seiner bewegten Geschichte und acht früherer restauratorischer Eingriffe zeigte das Gemälde eine Vielzahl unterschiedlicher Schadensphänomene wie Beschädigungen des Bildträgers durch lange Risse, Schnitte, großflächige Leinwandintarsien, Fehlstellen aber auch Schäden durch natürliche Alterung, Schimmelpilzbefall und Durchsäuerung. Die Haftung zwischen Doublierleinwand und Originalgewebe war weitgehend intakt.

 

Abnahme früherer Übermalungen

Die beiden Wiener Ateliers Scheel/Prenner (Mag. Elisabeth Scheel und Mag. Ilse Prenner) und Atelier Schlossgasse (Mag. Michael Odlozil, Mag. Maria Pachovsky und Mag. Martina Ruttin) waren gemeinsam schon mit den Voruntersuchungen, der Demontage, dem Transport und der neuen Hängung im Panorama Museum betraut. Dieses Team führte im Auftrag des Museums auch die insgesamt zwei Jahre dauernde, im Juli 2005 fertig gestellte Restaurierung durch.

Dabei wurden alle im Zuge der früheren Restaurierungen aufgebrachten Übermalungsschichten abgenommen, entweder mit unterschiedlichen Lösungsmitteln oder mechanisch mit dem Skalpell oder Mikromeißel. Nach der Verkittung erfolgten die Retuschen mit Farbpigmenten und einem alterungsbeständigem Bindemittel.

 

Qualitätsvolle Originalmalerei wieder freigelegt

Während der 4.400 Arbeitsstunden der Restauratoren wandelte sich die gewitterhafte, schwere und unräumliche Darstellung zu einer hellen bis ins Detail ausgearbeiteten Ansicht im typischen Stil des Biedermeier. Sattlers Panorama präsentiert sich nun wieder in der originalen Duftigkeit und Klarheit eines schönen Septembernachmittages in den 1820er Jahren.